Pferd anbinden
Es gibt diverse Möglichkeiten, sein Pferd anzubinden. Nicht jede davon taugt etwas. Manche davon sind gefährlich, andere führen zu einem ewigen „und noch einmal“ Spiel, weil das Pferd ihn nur allzu leicht lösen kann. Wieder andere eignen sich dazu, irgendwann verzweifelt ein Messer zu holen, weil sich der knoten so fest gezogen hat, dass man ihn nicht mehr los bekommt.
Wir zeigen euch einen Knoten, der wirklich gut hält und trotzdem schnell und sicher lösbar ist. Und wir sprechen über die richtige Länge. Stichwort „Aufhängen“. Das kann im Zweifel ziemlich böse enden.
Gar nicht so selten, sieht man, dass Menschen ihr Pferd mit einem echten Knoten anbinden. Davon möchten wir tunlichst abraten. Tritt eine Notsituation ein, bekommt ihr das Ding nicht los. Wenn das Pferd dann mit einem Karabiner und nicht mit einem Panikhaken angebunden ist, kann das ziemlich unschön enden. Dann kann euch so ein Nylonhalfter das Pferd skalpieren. Deshalb ist ein normaler Knoten ein No go.
Dann gibt es den Kettelknoten. Bei diesem wir der Strick sehr gerne durch einen Anbindering gezogen und dann wird das Seil gekettelt bis ein kurzes Endstück übrig bleibt und dann durch die letzte Schlaufe gezogen wird. Das ist vermutlich der Klassiker, den die meisten von uns gelernt haben.

Allerdings hat dieser Knoten so seine Tücken. Zieht das Pferd fest daran, ziehen sich die Schlaufen gerne zusammen und man kann ihn nicht mehr so leicht lösen. Und selbst wenn, muss man immer erst den Strick aus dem Ring ziehen. Dadurch, dass der Strick durch den Ring gezogen wurde, kann er sich da dann auch festziehen. Verwendet man ihn an einer Stange, muss man da drum herum arbeiten, was dazu führt, dass starker Zug ihn zu einem Klumpen Seil werden lässt, den man auch nicht mehr schnell gelöst bekommt.

Deshalb empfehlen wir folgende Variante:
Man legt den Strick in eine Schlaufe und führt diese entweder durch den Ring oder um eine Stange herum. Dann wickelt man zwei mal um die Schlaufe und das übrig geblieben Strickende und führt das lose Ende zum Schluss einmal als Schlaufe durch die erste Schlaufe. Nun zieht man an dem Ende, an dem das Pferd hängt. Dadurch zieht sie die erste Schlaufe zu und fixiert alles. Man muss nur darauf achten, dass die erste Schlaufe nicht zu lang ist, weil das Pferd sich sonst aufhängen kann.

Möchte oder muss man das Pferd nun lösen, zieht man einfach an dem losen Ende und befreit so sein Pferd, hat direkt den freien Strick und kann losgehen. Das erfordert ein bisschen Übung diesen Knoten zu machen, vor allem in Hinsicht auf die richtige Länge, aber er hat sich bei uns in der Praxis als der beste erweisen.

